Außerdem verfügten wir schon damals nicht über genügend "Dienerschaft", um bis zu 500 ha (das sind 5
Quadratkilometer!) unzugängliches Dschungelgebiet auch nur annähernd zu bewirtschaften.
Nachdem ich früher bereits 4 Jahre an der Küste Guanacastes gelebt hatte, schlossen wir die in der Regenzeit
schwül-warme und im Sommer brütend-heiße und staubige Gegend von vornherein aus.
Der extreme Süden Costa Ricas, speziell die Halbinsel Osa, hinterließ bei uns drei bleibende Eindrücke:
1. Begeisterung (wegen der unberührten Natur und der ursprünglichen Tier- und Pflanzenwelt)
2. Stockflecken auf allen hellen Kleidungsstücken (nach nur 1 Woche während der Regenzeit)
3. Angst (vor der 7-stündigen Autofahrt nach San José - und dort muß man immer wieder mal hin)
Die Höhenzüge des Zentraltals waren vor allem in Lagen über 1.3oo m wegen der schönen Aussicht interessant.
Leider steht man dort auch oft schon vormittags in den Wolken und sieht rein gar nichts mehr.
Nach einem Jahr des Herumreisens stellten wir im Herbst 2oo5 unsere Suche nach der idealen Finca ein. Wir gaben
auf und resignierten. Alles, was wir bis dahin gesehen hatten, war entweder zu groß oder zu klein, zu kalt oder zu
warm, zu teuer oder zu billig (ja, auch das gab's). Und wenn einmal alles zu stimmen schien, kam die Erleuchtung
spätestens bei der Begehung - Kuhweide mit 2 Bäumen und unverbaubarem Ausblick auf die Nachbar-Kuhweiden.
Costa Rica ist halt ein Agrarland.
Wir zogen uns zur Beratung zurück und mieteten uns bei Jutta und Tommy, zwei Deutschen, die seit über 17 Jahren
bei Atenas eine kleine Ferienanlage betreiben, für ein paar Monate einen Bungalow.
( http://www.apartamentosatenas.com )
Und dann passierte es. Wir sahen die Finca, liefen die Grenzen ab und waren uns einig. Alles stimmte: nicht zu groß,
noch überschaubar, bezahlbar, gut erreichbar, viel Wald, Berge, Flüsschen, Aussicht aufs Meer und dazu noch
mehrere Stellen, die sich als Bauplätze geradezu anboten. Eine Woche später saßen wir in San José beim Notar.
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